Cleverer Stratege: 2021er Mitsubishi Eclipse Cross PHEV im Kurztest

Es passiert nicht so oft, dass wir freiwillig das besser ausgestattete Top-Modell stehen lassen. Doch bei der Vorstellung des Mitsubishi Eclipse Cross PHEV sind wir stattdessen lieber mit der darunter rangierenden Intro-Ausstattung gefahren.

Warum? Weil das grau-metallic den Coupé-Linien unserer Meinung nach etwas besser schmeichelt, vor allem aber, weil die Radlaufverbreiterungen und seitlichen Zierteile nicht in Wagenfarbe lackiert sind. Das verleiht dem Seitenprofil einen offroadigeren Look und unterstreicht die muskulösen Radhäuser noch etwas besser.

Vor allem aber ist der Kunststoff im Alltag unempfindlicher – und genau da will Mitsubishi mit dem neuen Kompakt-Crossover punkten. Hat der Teilzeitstromer das Zeug dazu?

Dazu auch nach unserer nur kurzen Runde zum Kennenlernen ein klares „Ja“!. Das Antriebskonzept ist im Prinzip vom große Outlander bekannt und entsprechend stimmig. Wie schon der Outlander setzt auch der Mitsubishi Eclipse Cross PHEV auf die Kraft dreier Herzen. Ein 2,4-Liter-Vierzylinder, der überwiegend als Generator arbeitet tritt auf je einen Elektromotor pro Achse. Einzeln leisten die Triebwerke 98 PS, 95 PS und 82 PS. In Summe ergeben sich allerdings „nur“ 188 PS – und man erkennt bereits hier, wie komplex das Zusammenspiel ist.

Kraft schöpft der Mitsubishi Eclipse Cross PHEV neben dem Benzintank auch aus einer 13,8 kWh fassenden Batterie. Sie kann 60 kW elektrische Leistung bereitstellen. Für alles darüber springt der Verbrenner unterstützend ein. Dabei kann er im Generator-Modus stets im besten Wirkungsgrad-Fenster laufen. In seltenen Fällen darf er sogar selbst in Geschehen, also an die Vorderräder, eingreifen.

Der Fahrer bekommt von diesem Aufwand wenig mit, es sei denn er lässt sich die Betriebsart im Fahrerdisplay anzeigen. Ansonsten überzeugt der Mitsubishi Eclipse Cross PHEV vor allem durch ein souveränes Komforterlebnis. Im EV-Modus zeigt er sich ausreichend kraftvoll, der Strom reicht jederzeit für mehr als 40 Kilometer.

Spannend ist vor allem, wie der Eclipse Cross auf der Langstrecke mit der Energie umgeht. Denn meist fährt er über 50 Prozent der Strecke mit abgestelltem Verbrenner, sei es segelnd, oder rekuperierend. Besonders in der Stadt funktioniert das Spiel bestens.

Aufladen kann man den japanischen Hybrid übrigens auch auf verschiedene Weise. Neben dem bekannten Typ2-Wechselstromstecker, der es auf 3,7 kW Ladeleistung bringt, ist auch eine Schnellladung möglich. Der asiatische Chademo-Stecker ist zwar nicht ganz so häufig anzutreffen, bringt es im Eclipse allerdings auf 50 kW Leistung. Damit ist die Batterie in unter einer halben Stunde wieder auf 80 Prozent geladen.

So ist der Mitsubishi Eclipse Cross PHEV also auch bei einem Einkauf im Supermarkt wieder gut mit Elektronen versorgt. Und damit entspricht man auch dem besten Nutzungsprofil für diese Art Fahrzeug. Denn wer so häufig wie es geht „nachtankt“, der kann die Vorzüge am besten nutzen.

Der Eclipse ist allerdings auch auf weiten Strecken ein Beweis, das die Hybrid-Technik nicht immer ein schlechter Kompromiss sein muss. Richtig eingesetzt, weiß sie durchaus zu überzeugen und Ressourcen zu schonen.

Bestellbar ist der Mitsubishi Eclipse Cross PHEV ab sofort zu Preisen ab 30.980 Euro, denn die Japaner verdoppeln die staatliche Prämie von 4.500 Euro auf stattliche 9.000 Euro Rabatt. In der Liste steht der PHEV nämlich ab 39.980 Euro.

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